SUP oder ISUP (aufblasbar) – Welches ist das richtige Stand up Paddle Board für mich?

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Stand Up Paddeling (SUP) hat sich in den letzten Jahren unglaublich entwickelt. Es ist längst aus seinem Nischendasein herausgetreten und gehört mittlerweile in Deutschland zu den Trendsportarten überhaupt. Eigentlich ist das auch nicht verwunderlich, denn SUP verbindet Naturverbundenheit mit Ganzkörpertraining. Parallel zum Beliebtheitsgrad der Sportart ist auch das Angebot an SUP Boards gestiegen. Gerade für Einsteiger ist es deshalb fast unmöglich, sich in dieser Vielfalt zurecht zu finden und das richtige Sportgerät auszuwählen. Das gilt insbesondere seit aufblasbare SUPs (iSUP = inflatable SUP) als Alternative zu den vorher üblichen Hardboards auf dem Markt erhältlich sind. Welche Unterschiede es zwischen den beiden Varianten gibt und welche Kriterien bei der Auswahl eine Rolle spielen, zeigen wir in diesem Ratgeber.

Material- und Fahreigenschaften

SUP Hardboards bestehen aus Carbon, Holz, Kunststoff, Epoxidharz oder anderen festen Materialien. Sie sind schnell, wendig und spurtreu, Eigenschaften, die sich besonders bei unruhigem Gewässer und in der Brandung bemerkbar machen. ISUPs sind aufblasbar, haben aber nichts gemeinsam mit anderen Luft gefüllten Utensilien wie Luftmatratzen oder Gummitieren. Ihre Außenhülle ist sehr dick, robust und reißfest. Das erlaubt auch das Fahren in Wildwasser und toleriert auch den Kontakt mit Felsen. In Form und Größe unterscheiden sie sich nicht von den klassischen SUPs. Beide Modellvarianten gibt es in verschiedenen Ausführungen vom Einsteigermodell mit ausreichender Länge und Breite bis zum wendigen und schmalen Profiboard. Die iSUPs haben längst ihre Funktionstüchtigkeit unter Beweis gestellt, auch wenn sie nicht an die Fahreigenschaften der klassischen Ausführungen heranreichen. Relevant ist dieser Unterschied aber nur für Profiboarder, bei denen es im Rennen manchmal auf Sekunden ankommt. Für Anfänger und Hobbysportler reichen die Fahrqualitäten der aufblasbaren Boards allemal aus.

Transport und Logistik

In dieser Kategorie haben iSUPs klare Vorteile vor den Hardboards. Für den Transport ist kein Dachgepäckträger nötig. Ist die Luft einmal abgelassen lassen sie sich mitsamt Paddel problemlos im Auto transportieren. Für den Weg zum Wasser genügt ein Rucksack oder eine Sporttasche. Manche Anbieter haben Rucksäcke im Angebot, in denen das Board, die Paddel und das Zubehör Platz finden. Bei einem Hardboard sieht das nicht nur wegen des obligatorischen Dachgepäckträgers schon anders aus. Sie sind nicht nur schwer, sondern auch unhandlich. Der Weg zum See oder zum Strand kann da schon mal beschwerlich werden. Die hier aufgezeigten Unterschiede machen sich auch bei der Lagerung bemerkbar. ISUPs können im eingerollten Zustand überall verstaut werden, egal ob das zu Hause ist oder im Wohnwagen, in der Ferienwohnung oder im Boot. Bei Hardboards müssen sich Nutzer Gedanken machen, wie und wo sie ihr SUP störungsfrei und sicher lagern können. Genügend Platz muss dafür jedenfalls vorhanden sein.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Der nächste Pluspunkt für die aufblasbaren SUPs ist der deutlich geringere Preis im Vergleich zu den Hardboards. Aufgrund des komplizierteren Herstellungsprozesses und des aufwendigeren Materials sind diese wesentlich teurer als ihre aufblasbaren Gegenstücke.
Besonders Anfänger sollten beim Erstkauf darauf achten, dass sie das notwendige Zubehör sofort mitbekommen. Die meisten Anbieter verkaufen Sets, in denen neben den Paddeln auch eine Sicherheitsleine (Leash) und eine Doppelhubpumpe für das Aufblasen enthalten sind.